Reha Vertrag aok niedersachsen

Von den 713 Patienten, die Ende 2012 in die Integrierte Versorgung Schizophrenie eingeschrieben waren, wurden 13,3 % im Krankenhaus behandelt. Im Durchschnitt betrug die Dauer der Krankenhausaufenthalte für alle eingeschriebenen Patienten 5,6 Tage. Zum Vergleich: Die kumulierte Aufenthaltsdauer im Jahr 2011 betrug für alle von der AOK Niedersachsen versicherten Schizophrenie-Patienten 11 Tage. Die Teilnahme an der Integrierten Pflegeinitiative war für AOK-Versicherungen über 18 Jahren mit eingetragenem Wohnsitz in Niedersachsen nach ihrer Krankenversicherungskarte gegen Vorlage einer bestätigten Diagnose Schizophrenie offen (ICD-10: F20, korreliert mit der internationalen statistischen Klassifikation von Krankheiten und damit verbundenen Gesundheitsproblemen, Version 2010). Die Teilnahme war freiwillig. Der Patient musste sich mit einem Psychiater in Verbindung setzen, der Vertragspartner der Integrierten Pflegeinitiative war, dann wurde er über die integrierte Versorgung informiert und musste eine Teilnahmeerklärung unterzeichnen. Es gab keine Ausschlüsse in Bezug auf Schizophrenie Schwere, Komorbiditäten, oder frühere Krankenhausaufenthalte. Um den Datenschutzanforderungen gerecht zu werden, wurde ein System zur Datenübertragung implementiert. Routineaufzeichnungen der Integrierten Pflegeinitiative und Buchhaltungsdaten der AOK Niedersachsen sowie qualitative und quantitative Effekte der Pflege, die in einem IT-Dokumentationssystem erfasst wurden, dienten als Grundlage für die beschreibenden Analysen. Nach einem Ausschreibungsverfahren hat die AOK Niedersachsen, die größte gesetzliche Krankenkasse Niedersachsens, im Juli 2010 mit dem Institut für Innovation und Integration im Gesundheitswesen (I3G GmbH) einen Vertrag über die integrierte Versorgung von Schizophrenie-Patienten nach Artikel 140 b Abs. 1 SGV V (I3G GmbH) geschlossen. Das I3G ist eine eigenständige Tochtergesellschaft des forschenden Pharmaunternehmens Janssen-Cilag GmbH. I3G trug die Verantwortung für den Prozess und das Budget sowie das wirtschaftliche Risiko.

I3G hat Teile der operativen Vor-Ort-Implementierung der Firma Care4S GmbH übertragen. Ihre Aufgabe war es, Netzwerke mit den beteiligten Integrated Care-Parteien vor Ort aufzubauen, auszubauen und zu unterstützen – und bestehende Strukturen, wo immer möglich, aufzuarbeiten. Bis Ende 2012 nahmen 2,7 % der Patienten der Integrierten Pflegeinitiative Schizophrenie an ambulanten psychopädagogischen Schulungen teil. Seit dem Start der Initiative im Herbst 2010 wurde das Modell in Pilotregionen in Niedersachsen bis zum ersten Quartal 2012 getestet. Der Rollout in Niedersachsen wurde im April 2012 gestartet. So umfasste die Auswertung der Daten von 2012 nur die Startphase der ambulanten Psychobildung, die sich in der Umsetzungsphase befand. Bitte beachten Sie: Es handelt sich hierbei nicht um eine Forschungsstudie, sondern um einen Qualitätsmonitoring-Bericht einer neuartigen Pflegeeinrichtungsinitiative. Die Qualitätsüberwachung der Leistungen im Gesundheitswesen ist nach dem deutschen Gesetz obligatorisch. Die Daten wurden im Rahmen der Qualitätssicherung des integrierten Pflegeprojekts erhoben.

Diese Daten sind selten und werden oft als wichtiger realer Beitrag zur psychischen Gesundheitsversorgung angesehen. Eine Evaluierung, die als prospektive Beobachtungskohortenstudie mit zwei unabhängigen Kontrollgruppen konzipiert wurde, war ursprünglich geplant, konnte aber vom unabhängigen Auftragnehmer aufgrund geringer Einstellungszahlen nicht abgeschlossen werden. Weitere Routinedatenanalysen werden die integrierte Pflegeschizophrenie mit der Standardversorgung vergleichen. Hier stellen wir die ersten Erfahrungen und Ergebnisse beschreibender Analysen aus dem Qualitätsmonitoring-Bericht der Integrierten Pflegeinitiative Schizophrenie Niedersachsen für den Zeitraum von Oktober 2010 (Start der Initiative) bis Dezember 2012 vor.

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